Kocherküche #4: Kaiserschmarrn

Was tun, wenn einem die Kollegen in der Redaktion eine Tüte Fertig-Kaiserschmarrn in die Hand drücken? Erstmal in die Bus-Kochkiste schmeißen. Und sie im Urlaub dann wiederentdecken. Mutig wagten wir – die Kaiserschmarrn-Fetischisten – das Experiment. Mit einem… na, ja, sagen wir mal: ernüchterndem Ergebnis.

ZUTATEN FÜR ZWEI

  • 1 Packung Kaiserschmarrn
  • 200 ml Milch
  • 1 Ei
  • Butter
  • (Puder-)Zucker
  • Zwetschgen
  • Wasser
  • Zucker
  • Zimt

Ehrlich gesagt hat uns schon der Blick auf die Zutatenliste den Appetit verhagelt: Weizenmehl, Zucker, 12% Rosinen, modifizierte Stärke, Magermilchpulver, Backpulver (Backtriebmittel Glucono-delta-lacton und Natriumhydrogencarbonat), Salz, Verdickungsmittel (Guarkernmehl), Aroma. Aber gut, Lebensmittel schmeißt man nicht weg und man soll ja offen für Neues bleiben. Wir nehmen uns ein Herz und lesen die Zubereitungshinweise: Milch und Ei hinzufügen, die Masse verquirrlen und in Butterschmalz anbraten. Logisch, Mehl und Rosinen zu verrühren, ist eine anstrengende Sache. Gut, dass Dr. Oetker uns diesen Schritt erspart. Und hey, wer will schon ein mageres Essen aus wenigen Zutaten, wenn er die volle Dröhnung an Aroma- und Zusatzstoffen haben kann? Mit so viel Nachhilfe muss es ja schmecken. Oder? Lassen wir die Bilder sprechen:

Wir helfen mit viel Zwetschgenkompott nach und stürzen damit den Brei den Rachen hinunter. Dafür die Zwetschgen halbieren und entsteinen. Mit etwas Wasser, Zimt und Zucker in einen Topf kochen lassen, bis das Kompott die gewünschte „Schlotzigkeit“ hat. Das schmeckt bestimmt auch zu Convenience-Pfannenkuchen. Die probieren wir beim nächsten Mal. Nicht!

P. S.: Ein Rezept für richtigen Kaiserschmarrn gibt es zum Beispiel auf unserem liebsten Backblog.

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