„Klettern macht mich zu dem, der ich bin“

Nach diesem Gespräch über Teddybären, Angst und Familie ist klar: Tommy Caldwell ist nicht nur einer der besten Kletterer der Welt, sondern auch ein fabelhafter Interviewpartner.

Vor Interviews aufgeregt sein, ist eigentlich ein Relikt aus vergangenen Tagen. Doch mit Tommy Caldwell zu Plaudern hat den Puls dann doch erstmal in die Höhe getrieben, gehört er doch zweifelsfei zur Kategorie Living Legends. Doch die Aufregung war umsonst: der Typ ist sowas von nett und unkompliziert und hat mit uns sehr entspannt über den Spagat zwischen Familien- und Abenteuerleben, die Dawn Wall und Egoismus gesprochen – und darüber, was man vom Klettern fürs Leben lernen kann.

Es gibt ein Foto aus deiner Kindheit, auf dem du hunderte Meter über dem Boden an einem Seil baumelst. Da bist du gerade mal sechs Jahre alt. Wo waren in diesem Moment deine Eltern?
Tommy Caldwell (lacht): Sie waren am anderen Ende des Seils, zusammen mit meiner großen Schwester.

Nicht gerade der typische Familienausflug…
Ach, für mich war das ganz normal. Meine Eltern haben uns in jeden Nationalpark des Landes geschleppt, zum Klettern und Campen. Vor allem mein Vater hat die Wildnis schon früh als unseren Spielplatz gesehen. Er war überzeugt: Wenn er unser Leben nur aufregend genug macht, würde uns das von negativen Versuchungen wie Drogen fernhalten.

Wie wirkte deine Familie auf andere Familien?
Wir wurden in der Nachbarschaft sehr kritisch beäugt. Ständig waren wir unterwegs und haben Sachen unternommen, die viele als extrem empfinden: Felswände hochklettern, unter freiem Himmel schlafen, im Auto wohnen, tagelang durch die Wälder streifen. Wenn man bedenkt, wie jung ich war, hat mein Vater die Risiken tatsächlich ziemlich ausgereizt. Aber es ist alles gut gegangen – und die Behörden hat am Ende auch niemand eingeschaltet.

Fühlt man sich durch eine solche Erziehung nicht als Außenseiter?
Ich war definitiv ein Außenseiter. Ich kannte keine anderen Kinder, die ihre Zeit ähnlich verbrachten. Aber ich wäre wohl auch ohne meine Eltern ein Außenseiter gewesen. Generell war ich ein sehr introvertiertes Kind. Richtig wohlgefühlt habe ich mich nur draußen.


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In deinem Buch „Push“ schreibst du, dass ein Lehrer dich als „geistig zurückgeblieben“ bezeichnet hat. Was haben deine Eltern gegen das Gefühl, dumm zu sein, getan?
Sie haben mich Dinge tun lassen, die mir Bestätigung und Selbstvertrauen gegeben haben. Beim Klettern etwa war ich nie langsam und ungeschickt. Und sie haben mich mit den richtigen Menschen zusammengebracht, was in meinem Fall vor allem Erwachsene waren. Außerdem hatte ich viel Freiraum: Als ich mit 14 Jahren tagelang allein zum Campen losziehen wollte, waren sie einverstanden.

Dein Vater sagt, dass er im Klettern die einzige Möglichkeit gesehen hat, seinen stillen Sohn auf die Welt vorzubereiten. Ist ihm das gelungen?
Ich finde schon. Vor allem hat mich das Klettern zu einem sehr positiven Menschen gemacht. Sobald die Dinge schwierig werden, sehe ich das als Herausforderung. Und damit kann ich wirklich gut umgehen. Das wappnet einen schon irgendwie für das Leben. 

Mittlerweile bist du selbst Vater. Wie hat dich das verändert?
Ich denke heute viel mehr über meine Entscheidungen nach. Das muss ich, denn sie betreffen jetzt auch meine Familie. Und natürlich empfinde ich viel mehr Verantwortung. Das ist ganz neu für mich. Ich habe ja viele Jahre meines Lebens als „Dirtbag-Kletterer“ verbracht – also wie ein Landstreicher von fast nichts gelebt. Null Verantwortung, alle Freiheiten.

Viele Menschen werden vorsichtiger, wenn sie Kinder haben. Sie geben riskante Hobbys auf, verkaufen ihr Motorrad oder reisen nicht mehr so viel. Nun ist dein Hobby aber nun mal dein Beruf – und Risiko ein großer Teil davon. Wie gehst du damit um?
Klettern kann zum Glück beides sein: sehr gefährlich, aber auch ziemlich sicher. Seit ich Kinder habe, versuche ich, Risiken zu vermeiden, die ich überhaupt nicht kontrollieren kann. Stattdessen konzentriere ich mich auf andere Herausforderungen. Routen etwa, bei denen es um Ausdauer, Schmerztoleranz und mentale Stärke geht. Nach der Geburt meines Sohns war ich selbst gespannt, ob ich mehr Angst haben würde – gerade in den mächtigen Wänden des El Capitan im Yosemite Valley. Aber emotional hat sich für mich da oben nichts geändert. In der Wand fühle ich mich genauso wie zuvor. Das Problem ist eher, das Risiko abzuwägen. Da befinde ich mich ständig in einem Konflikt.

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In was für einem?
Die Gefahr fühlt sich für mich natürlich an, macht mir oft sogar Freude. Wenn ich von schwierigen Routen zurückkomme, fühle ich mich – Achtung, Klischee – lebendig. Gleichzeitig ist mir klar, wie egoistisch das ist. Als ob dieses Gefühl das Wichtigste im Leben wäre und man ihm ständig nachjagen müsste. Aber ist es das wirklich? Ich spreche darüber häufig mit meiner Frau und mit Freunden. Sie helfen mir, die richtige Antwort zu finden.

Und die lautet?
Ich weiß es nicht. Ich muss es immer wieder neu herausfinden. Mein Gefühl dafür, wie weit ich gehen kann, ändert sich fast täglich.  

Das klingt anstrengend…
Ist es auch. Aber ich weiß, dass ich das Klettern nicht aufgeben will. Es macht mich zu dem, der ich bin und ist untrennbar mit meiner Persönlichkeit verbunden. Und solange das so ist, mache ich mir keine Illusionen. Dieser Konflikt wird mich begleiten, solange ich in Felswände steige. Ich muss also lernen, damit umzugehen und den Grat zwischen Reiz und Risiko immer wieder neu auszuloten. 

Das scheint nicht immer zu klappen. Nachdem du bei einer Patagonien-Expedition ein sehr eisiges und gefährliches Wandstück geklettert bist, hast du gesagt: „Was verdammt mache ich hier eigentlich? Ich habe eine Frau und ein Kind zuhause.“ Das war 2014. Hast du dein Limit seitdem nochmal überschritten? 
Ich fürchte schon. Das liegt an meiner Art zu klettern. Ich taste mich an die Gefahr heran. Bis zu dem Punkt, an dem ich denke: Jetzt ist es genug, gerade wird es zu gefährlich. Dummerweise fühle mich auch in Situationen sicher, die objektiv betrachtet riskant sind. Deshalb überschreite ich diesen Punkt manchmal.Zuletzt ist mir das bei meiner Speed-Begehung von „The Nose“ dieses Jahr passiert: Dabei klettert man so schnell man kann und verzichtet auf viele Sicherungsmaßnahmen, um Zeit zu sparen. Dieses trügerische Gefühl von Sicherheit in gefährlichen Situationen ist ein großes persönliches Dilemma für mich. Denn ich habe wirklich die Absicht, so lange wie möglich am Leben zu bleiben. 

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Was macht Dir Angst?
Große Höhen oder der Tod jagen mir keine Angst ein, aber wenn ich eine Rede halten soll, bekomme ich Schweißausbrüche und Herzrasen. In der Öffentlichkeit reden, Interviews geben, Vorträge halten, auf Partys gehen, neue Leute kennenlernen, solche Dinge. Ich verspüre mehr Ängste vor dem Sozialen als die meisten Menschen. Das macht mir mehr Angst als tausend Meter Luft unter meinem Hintern.

Moment mal. Du hast keine Angst vor dem Tod? 
Wenn ich über meinen eigenen Tod nachdenke, dann ist da nur ein schwarzer Fleck in meinen Gedanken. Natürlich habe ich Angst, meine Kinder nicht aufwachsen zu sehen. Aber der Tod selbst ängstigt mich nicht. Vielleicht ist das ein Mechanismus, den ich so entwickelt habe. Damit ich tun kann, was ich tue. 

Bleiben wir noch kurz bei der Angst: Von deinem Sohn Fitz und dir gibt es schon ähnlich abenteuerliche Fotos wie von dir und deinem Vater. Hast du keine Angst um ihn, wenn er in den riesigen Felswänden des Yosemite Valley hängt?
Natürlich fragt man sich: Darf man seine Kinder für Dinge begeistern, die sie eines Tages umbringen könnten? Diese Möglichkeit besteht ja durchaus. Ich habe das schon mit Freunden erlebt und es ist kaum zu ertragen. Trotzdem bin ich zutiefst überzeugt davon, dass man nicht in Angst leben darf. Und wer den Unterschied zwischen Leichtsinn und Risikobereitschaft kennt, muss das auch nicht.

Worin besteht dieser Unterschied?
Risikobereitschaft bedeutet, dass man etwas mit voller Absicht tut. Man geht konzentriert und rational an die Sache heran, ist vorbereitet und hat ein gewisses Maß an Kontrolle über die Situation. Leichtsinn ist das genaue Gegenteil davon, da fehlt es an Absicht, Aufmerksamkeit und Kontrolle. Es ist eigentlich ganz simpel: Um bereit für das Risiko zu sein, muss man lernen, mit Risiken umzugehen.

Die meisten Eltern sind aber eher bemüht, Risiken von ihren Kindern fernzuhalten.
Meine Frau Becca und ich sind uns einig, dass wir genau das nicht tun wollen. Wir finden es wichtiger, einem Kind den verantwortungsvollen Umgang mit Gefahren beizubringen, als es immerzu zu beschützen. Letztlich geht es doch darum, das Kind für seinen Weg vorzubereiten und nicht den Weg für das Kind zu ebnen. Und das klappt nur, indem man Kinder nicht von allen Risiken fernhält.

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Dafür müsste man aber nicht unbedingt Felswände hochklettern.
Nein. Das kann man auf alles Mögliche übertragen. Nehmen wir ein Trampolin. Das haben doch viele Familien im Vorgarten stehen. Und meistens hat es ein Fangnetz. Nun: Meine Kinder dürfen gern Trampolin springen, aber ein Sicherheitsnetz müsste es nicht haben. Ich würde ihnen lieber beibringen, das Trampolin vorsichtig und verantwortungsvoll zu nutzen. Dann ist das Risiko präsent und sie können den Umgang damit lernen.

Warum heißt dein Sohn eigentlich Fitz?
Er heißt nach dem Mount Fitz Roy in Patagonien. Ich habe sehr starke Gefühle für diesen Berg. Bei meinem ersten Besuch dort haben wir 15 Stunden gebraucht, um auf den Gipfel zu kommen. Wir wollten dort die Asche des Vaters eines Freundes verstreuen. Das war eine sehr prägende Erfahrung für mich. Später habe ich mit der Fitz Traverse dort einen meiner größten Erfolge als Kletterer gefeiert. Ich liebe diesen Berg, also habe ich meinen Sohn nach ihm benannt.

Fitz ist jetzt fünf Jahre alt, Ingrid zweieinhalb. Was willst du deinen Kindern vor allem anderen mit auf den Weg geben?

Schwierige Frage. Wenn ich eine Sache aussuchen müsste, dann wäre das Lebensfreude. Sie sollen sehen können, was für ein großartiger Ort die Welt ist.

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Jetzt seid ihr auch gerade gemeinsam unterwegs, richtig?
Ja. Nach der Promotour für meinen Film haben wir unsere Sachen in den Van gepackt, das Haus vermietet und sind losgefahren. Wir planen, etwa ein Jahr lang unterwegs zu sein. Die letzten beiden Monate haben wir im Yosemite Valley verbracht. Mal sehen, wo es uns als Nächstes hin verschlägt.

Ist es nicht sehr anstrengend, so lange mit der ganzen Familie in einem Van zu wohnen?
Klar! Es ist anstrengend, ungemütlich und manchmal nervig. Becca und ich haben zum Beispiel nie Zeit nur für uns. Alles ist immer ein bisschen dreckig und echten Komfort gibt es nicht. Aber wir schätzen Erlebnisse mehr als Bequemlichkeit, deshalb überwiegen die Vorteile für uns. Wir wollen das Leben einfach auskosten, statt gemütlich daheim zu sitzen. Außerdem schweißt uns die Zeit unterwegs als Familie zusammen. Es gibt ja kaum eine intensivere Art des Zusammenlebens: Man ist extrem präsent im Leben der anderen. Und man nimmt Entwicklungen wahr, die einem sonst vielleicht entgehen würden. Als ich mit Fitz klettern war, konnte ich förmlich dabei zusehen, wie sein Selbstvertrauen wuchs.

Was sagt Becca dazu, wenn du mit Fitz klettern gehst?
Sie befürwortet diesen Lebensstil fast noch mehr als ich. Sie wollte auch, dass wir im Van wohnen und herumreisen. Sie ist überzeugt davon, dass das Reisen den Kindern gut tut und sie in der Kletterer-Community prima aufgehoben sind. Diese Gemeinschaft ist voller Freigeister und Menschen, die genau so leben, wie sie wollen. Für Kinder ist das eine enorm inspirierende Umgebung. Wir nennen diese Art des Unterwegsseins immer „Weltschule“.

Weltschule?
Ja. Ich glaube, alle Menschen, die viel reisen, entwickeln eine viel positivere Einstellung. Unterwegs kann man erleben, dass es überall Menschen mit dem Herzen am rechten Fleck gibt. Man muss raus vor die Tür gehen, um zu begreifen,
wie schön die Welt ist. Fast noch wichtiger ist mir aber, dass meine Kinder erfahren, wie sich ein stimmiges Leben anfühlt. Gerade haben wir unterwegs den Geburtstag eines Freundes gefeiert. Mit Kerzen, Essen unter freiem Himmel, improvisierter Dekoration. Es war ein wunderbarer Abend. Und ein besonderer Moment, den es so zu Hause nicht gegeben hätte.

Was entgegnest du Menschen, die deinen Lebensstil als nicht-familientauglich kritisieren?
Zum Glück bekomme ich mehr Zuspruch als Kritik. Aber ich würde entgegnen, dass diese Menschen nicht wissen, wovon sie reden. Zum einen bin ich kein lebensmüder Adrenalinjunkie. Zum anderen leben wir ja gerade deshalb so, weil wir für unsere Kinder da sein und ihnen etwas mitgeben wollen. Wir setzen sie keinen krassen Gefahren aus. Natürlich ist das Risiko, dass etwas passiert, immer größer, wenn man das Haus verlässt. Ich glaube aber, dass zu viel Sicherheit auch große Risiken birgt.

Wie meinst du das?
Wer sich nicht bewegt und kein stimmiges Leben führt, lebt gefährlich. So gesehen kann ein Bürojob riskanter sein als mein Leben. Man muss ja nur an Bluthochdruck, Diabetes oder Depressionen denken. Das sind reale Gefahren, die in der Kletterer-Gemeinschaft so gut wie gar nicht existieren. Ich will niemandem vorschreiben, wie er leben soll. Ich will damit nur sagen: Risiken gibt es überall – auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht.

„Pass auf!“ ist vielleicht der Satz, den Eltern am häufigsten zu ihren Kindern sagen. Wie oft sagst du ihn?
Wenn mein Sohn an der Kante einer 20-Meter-Klippe steht, sage ich ihm schon, dass er aufpassen soll. Der Unterschied ist wohl eher, dass die meisten Eltern ihre Kinder gar nicht erst bis zur Kante gehen lassen.

In deinem Buch beschreibst du, wie du als Kind mal einen Teddy genäht hast und dein Vater davon nicht gerade begeistert war. Sind bei all den Abenteuern andere Dinge auf der Strecke geblieben?
Ich habe versucht, in meinem Buch ein sehr ehrliches und vollständiges Bild meines Vaters zu zeichnen. Dazu gehört auch, dass er ein unglaublicher Macho war. Die meiste Zeit war das in Ordnung, aber manchmal auch nicht. Auf meinen Teddy konnte er einfach nicht so stolz sein. Mit meinen Kindern will ich das anders machen.

Wie ist dein Verhältnis zu deinem Vater heute?
Wir sind uns sehr nah. Die Liebe zum Klettern und zur Natur verbindet uns. Durch sie haben wir immer etwas, worüber wir reden können. Allerdings ist er auch sehr stolz auf mich. Das stört mich manchmal.

Wieso das?
Er prahlt in größeren Gruppen mit meinen Klettererfolgen – wenn ich dabei bin. Aber das sind nur einzelne Situationen, die meiste Zeit verstehen wir uns gut. Wir leben auch in derselben Stadt.

© Brett Lowell, Big UP Productions

Was kann man noch vom Klettern fürs Leben lernen?
Da gibt es so vieles. Wo soll ich anfangen? Für mich eine der schönsten Lektionen: Die Symbiose aus Naturerlebnis und intellektueller Herausforderung. Das macht einen großen Teil aus: Tüfteln, Rätseln, Analysieren, Puzzleteile zusammensetzen: Welcher Weg führt nach oben? Wie genau muss ich mich bewegen? Wie teile ich mir meine Kraft ein? Um besser zu werden, muss man seine Bewegungen kennen, sich einem Ziel voll und ganz widmen, Rückschläge verkraftet.

Du bist als erster Mensch die knapp 1000 Meter hohe Dawn Wall freigeklettert, selbst Barack Obama hat dir gratuliert. Sieben Jahre hast du in dieses Projekt gesteckt – ohne zu wissen, ob es am Ende hinhaut. Wo verläuft für dich die Grenze zwischen Leidenschaft und Besessenheit?
Das habe ich mich auch ständig gefragt: Ist es das wert? Verschwende ich hier einfach nur Lebenszeit? Aber andererseits gab es zu dieser Zeit keinen Ort, an dem ich glücklicher war als in der Dawn Wall. Darauf habe ich es reduziert: Was will ich genau in diesem Moment meines Lebens tun? Und die Dawn Wall zu klettern, war nun mal das, was ich tun wollte. Egal, ob es klappt oder nicht.


Ihr habt den Film „Dawn Wall“ noch nicht gesehen? Man kann ihn auf Netflix ansehen oder hier kaufen.

Hinweis: Dieses Interview erschien in einer gekürzten Fassung zuerst in dem Magazin SZ-Familie der Süddeutschen Zeitung.

©Titelbild: Corey Rich /Red Bull Content Pool